HomeEtappenEtappe3.2Finlay Storrie gewinnt hektischen zweiten Teil der dritten Etappe

Finlay Storrie gewinnt hektischen zweiten Teil der dritten Etappe

Der zweite Teil der dritten Etappe der 38. LVM Saarland Trofeo endete nach 93,5 Kilometern mit einem starken Sieg von Finlay Storrie. Auf dem Rundkurs rund um Blieskastel, Biesingen, Wolfersheim und Blickweiler setzte sich der Fahrer mit der Startnummer 36 im Finale vor Elias Wändel und Splinter van ’t Hoff durch.

Bei angenehmen äußeren Bedingungen gingen 113 Fahrer an den Start. Schon in der Neutralisation gab es einen kurzen Schreckmoment, als ein Fahrer wegrutschte. Er konnte jedoch wieder ins Feld zurückkehren, sodass das Rennen wenig später scharf gestartet wurde.

Von Beginn an war Tempo im Rennen. Bereits kurz nach dem scharfen Start gab es erste Attacken, doch das Feld blieb zunächst aufmerksam und ließ keine Gruppe entscheidend davonziehen. Auf den schnellen Abfahrten wurde das Feld immer wieder langgezogen, während sich die Teams gegenseitig belauerten. Besonders der Wind sollte im weiteren Verlauf eine wichtige Rolle spielen.

Nach rund 20 Kilometern übernahm das Team Oberbayern zeitweise die Führung des Feldes. Kurz darauf setzte sich Onno Bieberle mit einigen Sekunden Vorsprung ab, wurde aber schnell wieder gestellt. Die erste Bergwertung gewann Michael Hettegger vor David Svoboda, Sindre Orholm-Lønseth und Elias Wändel.

Im weiteren Rennverlauf sorgte der starke Wind für Unruhe. Die Niederländer versuchten, das Feld in der Windkante unter Druck zu setzen. Das zeigte Wirkung: Das Feld splitterte zeitweise auseinander, mehrere Fahrer verloren den Anschluss, und einzelne Gruppen bildeten sich vor und hinter dem Hauptfeld. Immer wieder kam es zu Attacken, doch die Nachführarbeit war konsequent.

Rund 50 Kilometer vor dem Ziel hatten sich mehrere Fahrer abgesetzt und kamen mit etwa 15 Sekunden Vorsprung durch die zweite Zieldurchfahrt. Dahinter war bereits eine größere Gruppe deutlich zurückgefallen. Doch auch diese Spitze wurde später wieder vom Feld geschluckt. Die Strecke war sehr gut besucht, und die jungen Fahrer wurden an vielen Punkten lautstark angefeuert.

In der zweiten Rennhälfte wurde das Rennen zunehmend hektischer. Eine rund 30 Fahrer starke Gruppe setzte sich vor das Feld, während der Gegenwind auf den offenen Passagen den Fahrern alles abverlangte. Immer wieder versuchten kleinere Gruppen, sich aus der Spitze zu lösen. Unter anderem waren Michael Hettegger, Luka Maksimović, Lenny Karstedt und weitere Fahrer in einer sechsköpfigen Spitzengruppe vertreten, die jedoch nur wenige Sekunden Vorsprung herausfahren konnte.

Bei der Sprintwertung setzte sich Elias Wändel vor Onno Bieberle und Nils Borrmann durch. Kurz danach zerriss das Feld erneut. Rund 20 Kilometer vor dem Ziel befanden sich noch etwa 40 Fahrer in der Spitzengruppe. Im Anstieg kämpften die Fahrer gegen starken Wind, doch zunächst konnte sich niemand entscheidend absetzen.

Dann versuchte es Sebastien Suppi als Solist. Er konnte sich kurzzeitig an die Spitze setzen, wurde jedoch 13 Kilometer vor dem Ziel wieder vom Feld gestellt. Danach folgten weitere Attacken. Zehn Fahrer setzten sich ab, anschließend versuchten es fünf Fahrer in der Abfahrt. Doch das Feld gab alles und schloss auch diese Lücke.

Fünf Kilometer vor dem Ziel kam die nächste entscheidende Aktion: Drei Fahrer lösten sich erneut vom Feld. Dahinter jagte das Feld mit hohem Tempo, doch die Spitzengruppe mobilisierte auf den letzten Kilometern alle Kräfte. Am Teufelslappen war die Spannung greifbar. Die Zuschauer im Zielbereich machten lautstark Stimmung und trieben die Fahrer auf den letzten Metern nach vorne.

Am Ende behielt Finlay Storrie die stärksten Beine und gewann die Etappe vor Elias Wändel und Splinter van ’t Hoff. Nach einer schnellen, windanfälligen und bis zum Schluss nervösen Etappe wurden die Fahrer im Ziel begeistert empfangen.

Onno Bieberle wurde als aktivster Fahrer des Tages ausgezeichnet.

Zieleinlauf

  1. Finlay Storrie
  2. Elias Wändel
  3. Splinter van ’t Hoff