27. Trofeo Karlsberg vom 20. bis 22. Juni 2014

Der Eintages-Klassiker Paris-Roubaix, die Friedensfahrt der Junioren oder der General Patton im Nachbarland Luxemburg stehen auf derselben Stufe. Nachdem im letzten Jahr Frankreich die Nations'-Cup-Jahreswertung für sich entscheiden hat, führt diese Nation aktuell nach drei Wettbewerben (Paris-Roubaix, Istrienrundfahrt und Friedensfahrt). Dahinter folgen Dänemark und Deutschland.
Vorjahressieger Mads Pedersen, der erstmals seit der ersten Austragung der Trofeo im Jahre 1988, das Rennen zweimal gewinnen konnte, wird nicht mehr am Start sein.
An den drei Trofeo-Tagen messen sich die besten Juniorenradsportler auf den abwechslungsreichen und teilweise selektiven Strecken im Bliesgau, dem Warndt, aber auch rund um Homburg. Die führenden Nationen im Radsport entsenden ihre Nachwuchshoffnungen auf die Rundfahrt.

Eingeladen wurden die Top 25-Nationen des letztjährigen Wettbewerbes. Neben der sportlichen Herausforderung für die jungen Weltklasse-Athleten ist die Trofeo für die Bliesund Warndt- Region und das Saarland insgesamt von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Die Menschen verfolgen seit Jahren das Radsport-Event der Spitzenklasse mit großem Interesse. Viele Zuschauer säumen die Straßen, insbesondere an den Steigungsstrecken, den Startorten oder Zieldurchfahrten und erfreuen sich an erstklassigem Radsport. Die Trofeo Karlsberg gilt als eines der Aushängeschilder der Region und wird vom Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer geprägt.

Das Fahrerfeld, der Tross der Mannschafts- und Juryfahrzeuge sorgen während den Rennstunden für eine besondere Atmosphäre und demonstriert die Vielfalt des abwechslungsreichen und attraktiven Radsports. Zahlreiche Sponsoren, die ihr Herz für den Nachwuchs entdeckt haben, sorgen für die finanzielle Abfederung des „Unternehmens Trofeo Karlsberg“. Sehr wohl fühlen sich Sportler und Betreuer, aber auch die Jurymitglieder seit Jahren bei ihren Gastgebern. So sind die Beherbergungsbetriebe mit engagierten Mitarbeitern drei Tage lang mit Herzblut dabei, auch im Umfeld des sportlichen Wettstreites die wichtigen Komponenten Ernährung, Regeneration, Erlebnis zu gewährleisten. Alle kommen gerne, wird dem Ausrichter versichert, auch wegen der herrlichen Landschaft inmitten des Biosphärenreservates Bliesgau.

Die Trofeo Karlsberg 2014 im Überblick

Preis des SaarVV
Freitag, 20. Juni 2014

Der Warndt steht Trofeo-Begeisterung der besonderen Art. Mit Enthusiasmus feuern die vielen Zuschauer die Fahrer aus den Europa und Übersee. In Ludweiler, Stadtteil der Stadt Völklingen wird die Trofeo erstmals gestartet, nachdem dort im letzten Jahr die Zieleinfahrt stattfand.
Im Finale werden sich die Fahrer auf eine aus der Vergangenheit schon bekannten selektive Bergankunft einstellen müssen. Einen Kilometer lang ist die Anfahrt in der Karlsbrunner Straße in Großrosseln, dem Dorf der gleichlautenden Gemeinde. Auf den 100 Rennkilometern wird der Tross zuvor durch die Orte Dorf im Warndt, Karlsbrunn, Emmersweiler, Großrosseln durch. Mit Lauterbach macht die Trofeo neben Ludweiler eine Stippvisite in der Mittelstadt Völklingen. Im Vorjahr hat der Brite Christopher Lawless die anspruchsvolle Etappe mit einer selektiven Strecke gewonnen.

Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken
Samstag, 21. Juni 2014

Der erste Abschnitt der Samstagsetappe beginnt um 12 Uhr. Start ist der Christian-Weber- Platz im Herzen Homburgs, der Kreisstadt des Saarpfalz-Kreises. In einem nur 18 Kilometer langen Rundkurs werden den Fahrern alles abverlangt werden. Wenig Zeit zum Verschnaufen bietet die anspruchsvolle Strecke. Kurvenreich in der Innenstadt mit Saarbrücker Straße und Unterer Allee, flach und damit Ausreißer- und fluchtgruppengefährdet die Passage von der Kernstadt nach Kirrberg und auf der Höhe, dem Abstecher in die Pfalz zwischen Mörsbach und Käshofen, technisch anspruchsvoll die Abfahrt von Käshofen nach Homburg, wo auch das weithin bekannte Homburger Bergrennen für Tourenwagen seine Heimat hat, jeder Fahrertyp hat seine Passage. Danach folgt die Durchfahrt von Sanddorf und Bruchhof.
Die Zielpassage beginnt bei der Vorbeifahrt an der Karlsberg-Brauerei. Dort heißt es in der letzten Runde die richtige Position für den Zielsprint nach 79 Kilometern zu ergattern. Im letzten Jahr holte sich Mads Pedersen in einem atemberaubenden Massensprint den wertvollen und prestigeträchtigen Etappensieg. Er legte damit den Grundstein für seinen späteren Gesamtsieg bei der Trofeo Karlsberg.

Dekra-Cup
Samstag, 21. Juni 2014

Kampf gegen die Uhr heißt es zum Abschluss des zweiten Trofeo-Tages am Samstagabend. Start ist in Niedergailbach, in der Gemeinde Gersheim. Nachdem der erste Fahrer um 18 Uhr die Startrampe in der Bischof-Weis-Straße verlassen hat, geht’s hinab nach Reinheim, entlang des Europäischen Kulturparks, durch den Kreisel mit der großen Nachbildung der Röhrenkanne aus dem Fürstinnengrab, geht’s tellereben in Richtung Gersheim. Danach folgt eine Passage entlang des weithin bekannten Orchideengebietes nach Herbitzheim. Ziel wird nach 8,8 Kilometern die Ortsmitte von Rubenheim sein Ob in aerodynamischen Zeitfahranzügen, auf Rennmaschinen oder in konventioneller Radsportmontur auf Straßenrädern, alles wird zu sehen sein.
#Auf der malerischen Strecke wird es viele Stellen geben Radsport hautnah verfolgen, sich über die Fahrkünste der Champions der kommenden Jahre überzeugen kann. 2013 hat der spätere Gesamttrofeosieger Mads Pedersen das Zeitfahren gewonnen.

Preis der Sparkassen-Finanzgruppe
Sonntag, 22. Juni 2014

Die abschließende Königsetappe, der "Preis der Sparkassen-Finanzgruppe", am Sonntag, 22 Juni, wird in Niedergailbach, vor dem Generationentreff, gestartet. 100 harte Kilometer müssen die Fahrer an diesem dritten und letzten Renntag zurücklegen, um an dessen Ende vielleicht als Tagessieger oder gar als Nachfolger des Vorjahres-Gesamtsiegers Mads Pedersen aus Dänemark in die Trofeo-Geschichte einzugehen.
Nach kurzer neutralisierter Strecke führt der Kurs durch Gersheim hinauf zur ersten Steigung in Richtung Medelsheim, wo eine kurze Pflastersteinpassage wartet. Dort geht’s durch die malerische Parr. In Seyweiler wartet die zweite kurze, knackige Steigung auf das Peloton. Über Walsheim, wo Mads Pedersen im letzten Jahr seine historische Wiederholung des Vorjahressieges feiern konnte, erreicht der Tross Gersheim und Reinheim, um dann wieder Niedergailbach anzusteuern. Dort hat sich mittlerweile der Pulverdampf, resultierend aus dem schon berühmt-berüchtigten „Startböller“ des Schützenclubs „Enzian“ Reinheim, verzogen.
Gegen 13 Uhr, nach insgesamt fünf Rennrunden, steht der Gesamtsieger der 26. Trofeo Karlsberg fest. Auch die übrigen Wertungstrikots werden letztmalig ihren Träger finden.

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